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AAC-Kalamität in Linux-Version von Resolve Studio
#1
Kein Ton bei AVC AAC - Videos
Ubuntu 24.04  RTX 3060 Resolve Studio 19.1.2. BUILD 3

Mehrere Jahre nutzte ich Resolve unter Windows. Nun bin ich ganz auf Linux umgestiegen. Überraschenderweise musste ich erfahren, dass Resolve nicht mit allen allen Standard-Codecs zurechtkommt. Dort wo fast alle Freewares keine Probleme haben, stösst DaVinci an Grenzen mit dem AAC-Audio-Codec. Es gibt keinen Ton! Klar, das kann man alles nachlesen in "Supported Formats and Codecs", aber wer rechnet schon mit sowas?
Trotzdem möchte ich mit Resolve weiterarbeiten, zumal ich ein paar angefangene Projekte in der Pipeline habe. Dazu muss ich nun die enthaltenen Clips in davincigenehme Formate ändern. Nach meinen Recherchen werden dazu verschiedene Prozeduren vorgeschlagen.
1. Mit WinFF in Quicktime mit der Kommandozeile  -c:v libxvid -q: 1 -c:a pcm_s24le
    funktioniert, dauert jedoch sehr lange.
2. Mit davinci-resolve-converter Wituz Electron (github).
      funktioniert einfach, produziert jedoch riesige AppleProRes422HQ-files bis zu 10facher Grösse!
Suche nach einer Methode, wo das Video nicht angetastet würde, nur der Audioteil.
Beim Shutter Encoder bin ich auf die Funktion "Audio ersetzen" gestossen. Die Auswahl "kürzeste" oder "längste" habe ich mal bei "kürzeste" belassen. Dann bei Audio-Einstellungen >Konvert: PCM
Die Umformung läuft ganz flott und die produzierten AVC PCM -Clips werden in Resolve mit Sound abgespielt. Handle ich mir damit Nachteile ein?
Gibt es im Forum Leute, welche Resolve unter Linux nutzen? Welcher WorkFlow hat sich bewährt?
Danke für Tipps
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#2
Das mit dem AAC_Audio ist schon blöd bei Linux.
Wenn ich aus dem Urlaub komme, muss ich auch meine Gopro-Videos erst umwandeln, weil die leider nicht in PCM aufzeichnet.
Einen Nachteil sehe ich dadurch nicht, immerhin ist AAC das verlustbehaftete komprimierte Format und ich wandel es in ein besseres Format um.
Allerdings werden die Dateien dadurch geringfügig größer.

Der Shutterencoder macht das schon sehr gut, ich nutze den allerdings nicht.
Für mein Linux Mint habe ich mir ein kleines Script geschrieben, das ich in den Ordner meiner Video-Dateien kopiere.
Dort gebe ich dann nur noch das Containerformat von den Dateien an, die umgewandelt werden sollen. Nach dem Start wird alles in PCM 16 bit umgewandelt und als mp4 gespeichert, um Platz zu sparen, werden die originalen Dateien dabei gelöscht.

Im Grunde macht es das gleiche, wie der Shutterencoder, denn auch der nutzt FFMPEG für die Umwandlung.

Hier mal ein Beispiel: Eine Umwandlung von MKV erfolgt ebenfalls nach mp4, weil der MKV-Container das PCM-Format nicht unterstützt.
L.G. Markus

PC: B550 Tomahawk, Ryzen7 5800x, 48GB DDR4 3200MHz, RTX 4070, Monitor Dell UltraSharp U2515H  Linux Mint 22 
NB: Lenovo Legion 5 Pro Serie 7, I7-12700H 32GB Ram, RTX 3060 6GB Vram, Windows 11 Home 24H2 / Linux - CachyOS
Davinci  Resolve Studio 20.x
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#3
Du kannst ja mal schauen, ob das Script auch auf Ubuntu läuft, ich bin mir aber wegen der grafischen Oberfläche nicht sicher.

Wenn du mal ein Project Archive aus Windows Zeiten importierst, dann müssen dort auch die Dateien im Archive konvertiert werden.



.zip   Davinci_Audio.sh.zip (Größe: 554 Bytes / Downloads: 7)
L.G. Markus

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Davinci  Resolve Studio 20.x
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#4
(21-02-2025, 16:20 16)Nightworker schrieb: Einen Nachteil sehe ich dadurch nicht, immerhin ist AAC das verlustbehaftete komprimierte Format und ich wandel es in ein besseres Format um.

uhm...
was weg ist - ist weg! Das kommt auch nicht wieder - egal welches Potential das Zielformat hat. Das wird keinen Deut besser klingen.
Da sind wir und doch einig, oder?
Nicht dass dies hier noch jemand als Möglichkeit zur Klangverbesserung versteht...
Hardware: X570 | Ryzen 9 3950X | 128GB RAM | RTX 4090 24GB | 500 GB SSD (System) | 4TB SSD (ScratchDrive) | Speed Editor Eizo ColorEdge CG + CS, LG UltraFine
Software: Windows 11 | Davinci Resolve Studio 20.3.2 Build 9

Storage: TrueNAS | Unraid | 10GBase-T OMV
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#5
(21-02-2025, 16:36 16)Nightworker schrieb: Du kannst ja mal schauen, ob das Script auch auf Ubuntu läuft, ich bin mir aber wegen der grafischen Oberfläche nicht sicher.

Danke für deine Anteilnahme, Markus. Dein Script habe ich probiert. Negativ. Das Auswahlfenster für den Container erscheint nicht. Dann rauscht die Sache im Terminal unendlich durch. Nach dem Abstoppen werden einige Fehler angezeigt.

Beim ShutterEncoder ist die Funktion "Audio ersetzen" eigentlich nicht für diese Anwendung gedacht, sondern für den Austausch durch ein anderes Audiofile. In der Dokumentation ist dies auch nicht näher erklärt. Aber es funktioniert.

L.G. hagi
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#6
(21-02-2025, 17:18 17)LennyNero schrieb: was weg ist - ist weg! Das kommt auch nicht wieder - egal welches Potential das Zielformat hat. Das wird keinen Deut besser klingen.
Da sind wir und doch einig, oder?
Nicht dass dies hier noch jemand als Möglichkeit zur Klangverbesserung versteht...

Da gebe ich dir Recht, aber die Frage war ja, ob es durch Umwandlung Nachteile gibt und die sehe ich dabei nicht.
L.G. Markus

PC: B550 Tomahawk, Ryzen7 5800x, 48GB DDR4 3200MHz, RTX 4070, Monitor Dell UltraSharp U2515H  Linux Mint 22 
NB: Lenovo Legion 5 Pro Serie 7, I7-12700H 32GB Ram, RTX 3060 6GB Vram, Windows 11 Home 24H2 / Linux - CachyOS
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#7
Eine Möglichkeit wäre, einen Alias anzulegen, mit dem mittels ffmpeg das Video kopiert, die Audiospur aber verändert wird, und dann diesen in dem Verzeichnis mit den Videos laufen zu lassen.

Beispiel Alias Eintrag:
alias change-audio='mkdir reencoded_files; for i in *.MP4; do ffmpeg -i "$i" -vcodec copy -acodec pcm_s16le "reencoded_files/${i%.*}.mp4"; done'

Da wird dann ein neues Unterverzeichnis angelegt in dem Verzeichnis, und dort die neue Datei abgelegt.
Davinci Resolve Studio
Tuxedo OS (basiert auf Ubuntu Linux)
Canon R6 + R7, Google Pixel 6a, DJI Osmo Action 4
Intel Core i7-13700H
NVIDIA GeForce RTX 4060 8GB
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#8
Genial wäre es, wenn man Resolve irgendwie "impfen" könnte, damit es alle üblichen Formate versteht. Beispielsweise mit einem Script wie Reactor.
Bis dahin konfektioniere ich meine Clips mit dem ShutterEncoder.
Danke für alle Tipps
hagi
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#9
Vielleicht kommt hier die Lösung - vielleicht weil ich hier jetzt nicht alles von Anfang bis Ende gelesen habe.

Suche das Vidio mit dem Titel:
'DaVincri Resolve unter Linux: Kein Ton beim Import. Was tun?'
WICHTIG Version 2, ab Min. 5 ansehen!

Script Quelle von:
https://cinnamon-spices.linuxmint.com/actions/view/14
(Automatisiertes konvertieren mit "davinci-audio-adjustment@schorschii")

1) Vorbereitung:
Installation von ffmpeg über die Anwendungsverwaltung (√)
sudo apt-get install ffmpeg
wenn noch nicht vorhanden.

2) To do:
Heruntergeladene Datei 'davinci-audio-adjustment@schorschii.zip'
(https://cinnamon-spices.linuxmint.com/actions/view/14)

–> entpacken => Ordner: 'davinci-audio-adjustment@schorschii'

Neues fenster im Nemo, dann navigieren nach
'usr/share/nemo/actions',
den Ordner 'actions' als Systemverwalter öffnen, den zuvor erstellten Ordner
'davinci-audio-adjustment@schorschii' dort hinein verschieben.

Die Datei 'davinci-audio.sh' ausführbar machen (siehe Video).
Fertg!

Nun habt ihr beim anklicken einer MP4-Datei mit rechter Maustaste im Nemo-Menue einen Auswahlpukt
'DaVinci Audioanpassung'. Es folgt ein Dialog: "Do you want to overwrite the original file(s)?":
überschreiben ja = erstellt eine neue MP4-Datei (überschreibt das original!) mit funktionierendem Audio
oder
überschreiben nein = erstellt eine neue Datei im .mov Container, funzt auch!
(anders als im Video zu sehen erstellt dieses Script nun eben auch (auf Wunsch) eine MP4-Datei)

WICHTIG:
Erst MP4-Datein umwandeln, dann in DaVinci importieren! (sonst bleibts stumm)
"DaVinci Audioanpassung" (√)
1) Eigenbau Mainbord: Mini-ITX AsRock B760I Lightning WiFi Gehäuse: COOLER MASTER NR200P V2 , CPU: Intel Core i7-14700K, GPU: GIGABYTE GeForce RTX 5070 Ti WINDFORCE OC SFF 16G, RAM: Crucial 96GB 5600MHz DDR5, System: Linux Mint 22.3, DaVinci Resolve 20.3.2

2) Schlepptop: GIGABYTE AERO 16 OLED, System: Windows 11 ,Intel Core i7-13700H, GraKa: NVIDIA GeForce RTX 4070, SODIMM: 32GB DDR5-4800
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#10
Das Skript kenne ich auch und das kann man durchaus verwenden.
Mich hat dabei nur gestört, dass sich immer nur eine Datei ändern lässt.
Im Zuge eines anderen Projekts habe ich mir einfach was eigenes gebaut. Ok, das Tool habe ich für Debian gebaut und es wird in einer virtuellen Python-Umgebung ausgeführt.
Nur die Audiospur ändern sollte damit auch funktionieren und es lassen sich mehrere Dateien in das Fenster ziehen.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch gar nicht alle Funktionen getestet habe, die ich dort eingebaut habe  Big Grin

   
L.G. Markus

PC: B550 Tomahawk, Ryzen7 5800x, 48GB DDR4 3200MHz, RTX 4070, Monitor Dell UltraSharp U2515H  Linux Mint 22 
NB: Lenovo Legion 5 Pro Serie 7, I7-12700H 32GB Ram, RTX 3060 6GB Vram, Windows 11 Home 24H2 / Linux - CachyOS
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