09-08-2026, 22:23 22
Hallo, ich habe wieder ein wenig gebastelt um die Arbeit mit Davinci Resolve unter Linux angenehmer zu gestalten.
Diesmal habe ich mir ein nicht besonders beachtetes Tool, wie ich denke, innerhalb DR vorgenommen.
Eigentlich spart es eine Menge Zeit, wenn man es nutzt, aber viele Leute haben es nicht so richtig auf dem Schirm.
Die Rede ist von der Sound-Libary oder wie es in Deutsch benannt ist, PHONOTHEK.
WAS IST DIE PHONOTHEK
Für alle die das Tool noch nicht kennen (die anderen können dieses Kapitel schon überspringen), handelt es sich hier um eine Datenbank, die Pfade zu
Sound-Dateien verwaltet und somit langwieriges Suchen in Verzeichnissen auf der Platte vermeiden helfen kann.
Sobald eigene Sounddateien in verschiedenen Verzeichnissen auf der Festplatte mit DR gescannt wurden, kann man gezielt nach diesen Dateien in der Datenbank
suchen. Und das schönste dabei, sobald man die Dateien gefunden und auf die Timeline gezogen hat werden die Clips automatisch im Bin registriert!
Und das finde ich am BESTEN! Jegliches Geraffel im Medien-Pool entfällt damit beim Ton.
Wenn man sich vorher ein Bin im Master (z.B. Ton) angelegt hat und man steht in diesem Verzeichnis!..., dann landen alle Clips die man in die Timeline
zieht, automatisch dort.
Dabei sucht das die Phonothek über 3 Felder in der Datenbank: Rating, Beschreibung, und Name.
Leider ist allerdings die Bearbeitung dieser Felder,außer Rating (im Moment) noch nicht aus DR möglich. Vielleicht wird das ja Mal in der Zukunft kommen.
WAS KANN MEIN PROGRAMM
Nun, darauf wollte ich nicht warten und deshalb habe ich für Linux Mint und andere Distr. innerhalb der .deb Gemeinde ein einfaches Programm in Python geschrieben,
was uns die Bearbeitung der Felder endlich ermöglicht. Gleichzeit habe ich auch noch innerhalb des Programms eine Abspielmöglichkeit der Sounds geschaffen um sie vor hören zu können.(Über VLC)
Das ganze funktioniert ohne DR, komplett autark.
Man kann damit also zum Beispiel TAGs vergeben in denen DR dann schnell suchen kann, wie zum Beispiel: MUSIK,SCHNELL, oder GERÄUSCHE,WASSER, schwimmen im Meer, usw. Außerdem ist auch der Name der Datei änderbar. Allerdings hat das keine Auswirkung auf den Namen der Datei auf der Festplatte. Der bleibt unangetastet. Gleichzeitig kann man über den Button Abspielen genau die Datei abspielen, auf der man gerade steht. Beim Wechsel auf einen neuen Datensatz wird der bearbeitete Datensatz gespeichert. Doppelklick auf ein Feld markiert den Inhalt so dass man ihn sofort überschreiben kann.
Somit hangelt man sich durch die Datenbank und vergibt erst einmal sinnvolle TAGs oder Namen für die Sounddateien.
In DR werden die dann nach einem Neustart angezeigt und man kann dann schnell durch einen Ausdruck wie Wasser oder schwimmen sofort passende
Datensätze in der Phonothek finden und sofort abhören oder trimmen usw.
Wie das genau gemacht wird in DR, da gibt es genügend Videos auf YouTube und soll jetzt nicht Teil des Post sein.
WIE WIRD ES INSTALLIERT (eher kopiert)
Voraussetzung: Damit das Programm läuft müssen ein paar Dateien installiert werden.
Wenn man die Programme schon auf der Platte hat, kann man sich das natürlich sparen.
1. VLC Player für den Ton auf der Konsole schnell installiert:
sudo apt update
sudo apt install vlc
2. Ein paar Sachen damit Python auf den Player zugreifen kann
sudo apt install python3-pyqt6 python3-pyqt6.qtmultimedia
sudo apt install python3-vlc
Testen ob ok:
python3 -c "import vlc; print('python-vlc OK')"
Danach sollte es soweit klappen, also ich habe nur bei Mint 22.3 getestet!.
Zum Schluss die Datei SoundLibEditor.py in das Home-Verzeichnis kopieren und die Rechte der Datei für alle Personen auf ausführen stellen.
Damit ist alles hier erledigt.
Die Programm-Datei habe ich in an diesen Post angehängt. Sie ist gezippt und enthält 2 Dateien
Einen Starter für den Desktop
Das Programm selbst
Jetzt kann man sich einen Starter auf dem Desktop dafür anlegen und als Befehl: python3 /home/username/SoundLibEditor.py eintragen.
Für username natürlich den eigenen User
klar! Ich habe auch einen Starter in der Zip-Datei beigelegt, falls man nicht weiß wie das geht. Den Name im Befehl noch anpassen.
In DR sollte man aber noch ein paar Vorbereitungen erledigen:
1. Eine neue Datenbank im Projektmanager anlegen (Name vielleicht SoundLibary :-) Name ist aber egal, kann man selber wählen. Wichtig, den Pfad gut auswählen. Meine Empfehlung: auf einer schnellen extra Medienplatte die fest angebunden ist und automatisch beim Rechnerstart eingehangen wird. Oder man nutzt halt die Sytem-Festplatte des Computers, was natürlich auch geht. USB-und Nas-Platten würde ich allerdings nicht unbedingt nehmen. Zu fehleranfällig.
Dann sich unbedingt den genauen Pfad merken! den brauchen wir nachher für das Tool.
2. Dann ein Projekt in DR öffnen, ABER IN DER "Lokalen Datenbank", WICHTIG! Also kein neues Projekt in der neuen Datenbank erstellen, sondern ein vorhandenes nutzen.
Wir wollen ja die neue Datenbank nur für die Sounds nutzen und nicht für Film-Projekte
3. In Fairlight den Button "Phonothek" Links oben unter dem Menü klicken.
4. Dann die richtige NEUE Datenbank auswählen.
5. Danach oben auf die drei Punkte klicken um die Datenbank mit den vorhandenen Sounddateien zu füllen.
DR scannt den eingestellten Ordner mit den Sounddateien und auch die
Unterordner, falls vorhanden.
Wenn man mehrere einzelne Ordner hat, so kann man den Vorgang so lange wiederholen, bis alle Sounddateien gescannt sind.
Natürlich können die Daten auch auf verschiedenen Festplatten verteilt sein, aber eine schöne Medienplatte ist natürlich besser.
Danach ist die Datenbank befüllt. Nun kann man einen ersten Test machen und oben in das Feld "Suchen" drei Sternchen > Enter eingeben. Das ist der Joker damit die Datenbank alle Sounds anzeigt, die gespeichert wurden.
Nun sind wir mit der Vorbereitung fertig. Unterhalb der Ergebnisse sollten nun die Sounddateien sichtbar sein wenn alles geklappt hat.
Das neue Tool "SoundLibEditor.py"
Wenn die Datenbank gefüllt ist ist sollte sie größer 3 MB haben, je nach gescannten Sounddateien.
In dem Pfad, den man bei der Erstellung der DB im Projektmanager angelegt hat, sollte man unterhalb des Ordners "Resolve Projects" eine Datei mit dem Namen SoundLib.db finden. Das ist die Datenbank. Bei mir sind 12.200 Dateien gelistet und die Datei ist ca. 13 MB groß, nur mal so als Anhaltpunkt.
In der Ausgangsgröße ist sie ungefähr 3MB wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
Nun starten wir das Tool und es sollte der Dateimanager starten.
Beim ersten mal muss man dem SoundLibEditor zeigen wo die "SoundLib.db" auf der Platte liegt...fertig, danach braucht man das nicht mehr machen.
Das Tool merkt sich den Pfad beim ersten öffnen.
Bedienung:
Der SoundLibEditor ist einfach in der Bedienung. Ein Doppelklick auf das Feld in dem Datensatz färbt es blau ein und man kann einen vorhandenen Eintrag ändern oder ergänzen.
Beim Wechsel des Datensatzes wird dieser automatisch gespeichert.
Unten kann man sich die Datei mit dem Button abspielen den Sound anhören. Stop hält die Ausgabe an.
Das war es auch schon...
Nun viel Spaß damit.Zuerst muss man sich natürlich durch alle Dateien hangeln. Das kostet Zeit, sicher.
Aber nachher kann man um so schneller die Dateien die man hat wiederfinden.
Jörg
Diesmal habe ich mir ein nicht besonders beachtetes Tool, wie ich denke, innerhalb DR vorgenommen.
Eigentlich spart es eine Menge Zeit, wenn man es nutzt, aber viele Leute haben es nicht so richtig auf dem Schirm.
Die Rede ist von der Sound-Libary oder wie es in Deutsch benannt ist, PHONOTHEK.
WAS IST DIE PHONOTHEK
Für alle die das Tool noch nicht kennen (die anderen können dieses Kapitel schon überspringen), handelt es sich hier um eine Datenbank, die Pfade zu
Sound-Dateien verwaltet und somit langwieriges Suchen in Verzeichnissen auf der Platte vermeiden helfen kann.
Sobald eigene Sounddateien in verschiedenen Verzeichnissen auf der Festplatte mit DR gescannt wurden, kann man gezielt nach diesen Dateien in der Datenbank
suchen. Und das schönste dabei, sobald man die Dateien gefunden und auf die Timeline gezogen hat werden die Clips automatisch im Bin registriert!
Und das finde ich am BESTEN! Jegliches Geraffel im Medien-Pool entfällt damit beim Ton.
Wenn man sich vorher ein Bin im Master (z.B. Ton) angelegt hat und man steht in diesem Verzeichnis!..., dann landen alle Clips die man in die Timeline
zieht, automatisch dort.
Dabei sucht das die Phonothek über 3 Felder in der Datenbank: Rating, Beschreibung, und Name.
Leider ist allerdings die Bearbeitung dieser Felder,außer Rating (im Moment) noch nicht aus DR möglich. Vielleicht wird das ja Mal in der Zukunft kommen.
WAS KANN MEIN PROGRAMM
Nun, darauf wollte ich nicht warten und deshalb habe ich für Linux Mint und andere Distr. innerhalb der .deb Gemeinde ein einfaches Programm in Python geschrieben,
was uns die Bearbeitung der Felder endlich ermöglicht. Gleichzeit habe ich auch noch innerhalb des Programms eine Abspielmöglichkeit der Sounds geschaffen um sie vor hören zu können.(Über VLC)
Das ganze funktioniert ohne DR, komplett autark.
Man kann damit also zum Beispiel TAGs vergeben in denen DR dann schnell suchen kann, wie zum Beispiel: MUSIK,SCHNELL, oder GERÄUSCHE,WASSER, schwimmen im Meer, usw. Außerdem ist auch der Name der Datei änderbar. Allerdings hat das keine Auswirkung auf den Namen der Datei auf der Festplatte. Der bleibt unangetastet. Gleichzeitig kann man über den Button Abspielen genau die Datei abspielen, auf der man gerade steht. Beim Wechsel auf einen neuen Datensatz wird der bearbeitete Datensatz gespeichert. Doppelklick auf ein Feld markiert den Inhalt so dass man ihn sofort überschreiben kann.
Somit hangelt man sich durch die Datenbank und vergibt erst einmal sinnvolle TAGs oder Namen für die Sounddateien.
In DR werden die dann nach einem Neustart angezeigt und man kann dann schnell durch einen Ausdruck wie Wasser oder schwimmen sofort passende
Datensätze in der Phonothek finden und sofort abhören oder trimmen usw.
Wie das genau gemacht wird in DR, da gibt es genügend Videos auf YouTube und soll jetzt nicht Teil des Post sein.
WIE WIRD ES INSTALLIERT (eher kopiert)
Voraussetzung: Damit das Programm läuft müssen ein paar Dateien installiert werden.
Wenn man die Programme schon auf der Platte hat, kann man sich das natürlich sparen.
1. VLC Player für den Ton auf der Konsole schnell installiert:
sudo apt update
sudo apt install vlc
2. Ein paar Sachen damit Python auf den Player zugreifen kann
sudo apt install python3-pyqt6 python3-pyqt6.qtmultimedia
sudo apt install python3-vlc
Testen ob ok:
python3 -c "import vlc; print('python-vlc OK')"
Danach sollte es soweit klappen, also ich habe nur bei Mint 22.3 getestet!.
Zum Schluss die Datei SoundLibEditor.py in das Home-Verzeichnis kopieren und die Rechte der Datei für alle Personen auf ausführen stellen.
Damit ist alles hier erledigt.
Die Programm-Datei habe ich in an diesen Post angehängt. Sie ist gezippt und enthält 2 Dateien
Einen Starter für den Desktop
Das Programm selbst
Jetzt kann man sich einen Starter auf dem Desktop dafür anlegen und als Befehl: python3 /home/username/SoundLibEditor.py eintragen.
Für username natürlich den eigenen User
klar! Ich habe auch einen Starter in der Zip-Datei beigelegt, falls man nicht weiß wie das geht. Den Name im Befehl noch anpassen.In DR sollte man aber noch ein paar Vorbereitungen erledigen:
1. Eine neue Datenbank im Projektmanager anlegen (Name vielleicht SoundLibary :-) Name ist aber egal, kann man selber wählen. Wichtig, den Pfad gut auswählen. Meine Empfehlung: auf einer schnellen extra Medienplatte die fest angebunden ist und automatisch beim Rechnerstart eingehangen wird. Oder man nutzt halt die Sytem-Festplatte des Computers, was natürlich auch geht. USB-und Nas-Platten würde ich allerdings nicht unbedingt nehmen. Zu fehleranfällig.
Dann sich unbedingt den genauen Pfad merken! den brauchen wir nachher für das Tool.
2. Dann ein Projekt in DR öffnen, ABER IN DER "Lokalen Datenbank", WICHTIG! Also kein neues Projekt in der neuen Datenbank erstellen, sondern ein vorhandenes nutzen.
Wir wollen ja die neue Datenbank nur für die Sounds nutzen und nicht für Film-Projekte
3. In Fairlight den Button "Phonothek" Links oben unter dem Menü klicken.
4. Dann die richtige NEUE Datenbank auswählen.
5. Danach oben auf die drei Punkte klicken um die Datenbank mit den vorhandenen Sounddateien zu füllen.
DR scannt den eingestellten Ordner mit den Sounddateien und auch die
Unterordner, falls vorhanden.
Wenn man mehrere einzelne Ordner hat, so kann man den Vorgang so lange wiederholen, bis alle Sounddateien gescannt sind.
Natürlich können die Daten auch auf verschiedenen Festplatten verteilt sein, aber eine schöne Medienplatte ist natürlich besser.
Danach ist die Datenbank befüllt. Nun kann man einen ersten Test machen und oben in das Feld "Suchen" drei Sternchen > Enter eingeben. Das ist der Joker damit die Datenbank alle Sounds anzeigt, die gespeichert wurden.
Nun sind wir mit der Vorbereitung fertig. Unterhalb der Ergebnisse sollten nun die Sounddateien sichtbar sein wenn alles geklappt hat.
Das neue Tool "SoundLibEditor.py"
Wenn die Datenbank gefüllt ist ist sollte sie größer 3 MB haben, je nach gescannten Sounddateien.
In dem Pfad, den man bei der Erstellung der DB im Projektmanager angelegt hat, sollte man unterhalb des Ordners "Resolve Projects" eine Datei mit dem Namen SoundLib.db finden. Das ist die Datenbank. Bei mir sind 12.200 Dateien gelistet und die Datei ist ca. 13 MB groß, nur mal so als Anhaltpunkt.
In der Ausgangsgröße ist sie ungefähr 3MB wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
Nun starten wir das Tool und es sollte der Dateimanager starten.
Beim ersten mal muss man dem SoundLibEditor zeigen wo die "SoundLib.db" auf der Platte liegt...fertig, danach braucht man das nicht mehr machen.
Das Tool merkt sich den Pfad beim ersten öffnen.
Bedienung:
Der SoundLibEditor ist einfach in der Bedienung. Ein Doppelklick auf das Feld in dem Datensatz färbt es blau ein und man kann einen vorhandenen Eintrag ändern oder ergänzen.
Beim Wechsel des Datensatzes wird dieser automatisch gespeichert.
Unten kann man sich die Datei mit dem Button abspielen den Sound anhören. Stop hält die Ausgabe an.
Das war es auch schon...
Nun viel Spaß damit.Zuerst muss man sich natürlich durch alle Dateien hangeln. Das kostet Zeit, sicher.
Aber nachher kann man um so schneller die Dateien die man hat wiederfinden.
Jörg
Mein Computer:AMD Ryzen 9 9900X Prozessor/MSI MAG B850 Tomahawk WiFi Mainboard/Inno3D GeForce RTX 5070 Ti X3
LG, 32 Zoll, Ultra HD 4K Ergo/Decklink Studio 4K Treiber 15.2/Media Express V.3.8.2/ADATA XPG LANCER Black Edition – 32 GB DDR5-6400
Samsung 990 Pro/4 TB, M.2 2280/PHANTEKS Enthoo Pro Midi-Tower / akt. OS Linux Mint 22.3
LG, 32 Zoll, Ultra HD 4K Ergo/Decklink Studio 4K Treiber 15.2/Media Express V.3.8.2/ADATA XPG LANCER Black Edition – 32 GB DDR5-6400
Samsung 990 Pro/4 TB, M.2 2280/PHANTEKS Enthoo Pro Midi-Tower / akt. OS Linux Mint 22.3


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