Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Lösung: Zusammenarbeit DR > Reaper in Linux
#1
Hallo, ich habe mal wieder ein wenig in Linux gebastelt

und eine Möglichkeit gesucht, auch externe Plugins bzw. Tools innerhalb einer DAW mit
DR zu benutzen und das auf eine komfortable Möglichkeit ohne Export oder Import.
Hinweis:
Leider ist DR unter Linux nicht in der Lage externe Plugins direkt aus dem VST-Verzeichnis zu starten, obwohl es anscheinend in den Einstellungen so aussieht, als wäre es möglich.
Zumindestens habe ich das bisher nicht hinbekommen.  Angry Wenn jemand das schon geschafft hat, bitte
ich gerne um eine Rückmeldung, wie :-)

Deshalb habe ich eine andere Möglichkeit gesucht um wenigstens eine Workaround zu haben um das zu bewerkstelligen.
Und folgendes hat nun funktioniert:

Es gibt in den Einstellungen ja die Möglichkeit einen "Externen Audio-Process" einzurichten.
Was ist das?
Nun, einfach gesagt für die, die noch nichts damit gemacht haben, einem externen Programm(z.B. Reaper) einen Audio-Clip zu übergeben, diesen Clip im Programm zu bearbeiten und dann wieder nach DR zurück zu senden. Und das quasi (fast) automatisch.

Dazu muss man in DR einen Pfad zu diesem Programm hinterlegen. Man kann außerdem beliebige viele Pfade angeben und benennen, also zu verschiedenen DAWs wenn man möchte.

Diese Audio-Prozesse hinterlegt man in DR unter: Menü Davinci Resolve > Einstellungen > Audio-Plugins > ganz unten "Externe Audioprozesse einrichten".

1.)Auf Button hinzufügen  erscheint ein neuer Eintrag, den man doppelklicken muss.
2.)Danach öffnet der Dateimanager und man kann den Pfad zu dem Programm auswählen.
Aber ACHTUNG das geht leider NICHT mit dem Programm selbst, da unter Linux Programme nicht unbedingt einen Suffix wie *.exe haben, wie unter Windows.
Ein Filter blendet solche Programme ohne Endung einfach aus. Deshalb, und nein nicht nur deshalb, habe ich ein kleines Script geschrieben was dann Reaper
öffnet und alles andere erledigt.
3.)Und den Pfad zu diesem Script "Reaper.sh" habe ich dort eingetragen.
Bei Doppelklick auf das Feld NAME in dem Link kann man auch noch einen Namen für das Programm hinterlegen.
speichern ok, DR Neustart...

Das Script könnt ihr zum Beispiel unter /opt/REAPER erstellen und nachher ausführbar machen.
Andere Orte gehen natürlich auch
Bitte den Pfad ganz am Anfang des Script auf euer home Verzeichnis abändern!
Reaper speichert eigentlich im Standard unter /home/username/Documents/REAPER Media

Soweit, die Vorbereitung...

Nun zum Script.
Es funktioniert wie folgt.
(Funktioniert nur in Fairlight)
1.) Wenn man nun ein Audio-Clip mit Reaper bearbeiten will, klickt man in DR auf den Audio-Clip und markiert ihn, Rechtsklick > Externe Audioverarbeitung > ...Reaper (habe ich so benannt)
2.) Reaper wird automatisch geöffnet und erhält den Clip von DR
3.) Dann macht man seine weitere Bearbeitung in Reaper, Dragon Hall zum Beispiel drauf oder was man noch für Plugins so hat...
4.) Danach muss man im Menü Item zur Verarbeitung: Item als neuen Take rendern klicken...oder die anderen... Item mit FX-Track als neuen Track rendern ect.
5.) Dann kann man Reaper schließen, ohne weitere Speicherung.
6.) Nach dem Schließen( und nur dann!!) sorgt das Script dafür das der Clip zurück nach DR gespielt wird

Das sollte man noch wissen:
Das Script arbeitet auch mit mehreren Audio-Clips, wenn sie hintereinander liegen und auf einer Spur sind.
DR Resolve macht daraus 1 Kombi-Clip und übergibt diesen an Reaper.
Es kommt also ein Clip  zurück und DR deaktiviert dadurch die anderen Clips.
Man kann also die deaktivieren Clips nachher löschen.
Clips untereinander, in mehreren Spuren funktionieren nicht. Aber das kann auch der Prozess unter Windows nicht. Ist wohl eine Einschränkung von DR.

Code:
#!/bin/bash #Script für externen Prozess Davinci Resolve. #Der Pfad sollte auf jedem Rechner entsprechend angepasst werden. #Das Script kann in Davinci Resolve in den Einstellungen unterhalb der Plugin-Pfade als externer Prozess eingetragen werden. #Damit kann man automatisch ein Tonclip an Reaper übergeben werden um es dort weiter zu bearbeiten. #Dann sollte man nach Bearbeitung den Clip über Item > Item mit Track-FX rendern. #Danach kann man Reaper einfach ohne speichern beenden, das bewirkt einen Kopiervorgang an Davinci und ist dann gleich in DR aktiv SOURCE="$1" MEDIA="/home/joerg/Documents/REAPER Media" LOG="/tmp/resolve_reaper_bridge.log" echo "============================" >> "$LOG" echo "$(date)" >> "$LOG" if [ -z "$SOURCE" ]; then     echo "Fehler: keine Quelldatei erhalten" >> "$LOG"     exit 1 fi if [ ! -f "$SOURCE" ]; then     echo "Fehler: Quelldatei existiert nicht: $SOURCE" >> "$LOG"     exit 1 fi echo "Resolve Quelle:" >> "$LOG" echo "$SOURCE" >> "$LOG" # Zeitpunkt merken START=$(date +%s) echo "Starte Reaper..." >> "$LOG" /opt/REAPER/reaper "$SOURCE" echo "Reaper beendet" >> "$LOG" # neue Renderdatei suchen NEWFILE=$(find "$MEDIA" \     -type f \     \( -iname "*.wav" \) \     -newermt "@$START" \     -printf "%T@ %p\n" | sort -n | tail -1 | cut -d' ' -f2-) if [ -z "$NEWFILE" ]; then     echo "Keine neue WAV gefunden. Keine Änderung." >> "$LOG"     exit 0 fi echo "Neue Reaper Datei:" >> "$LOG" echo "$NEWFILE" >> "$LOG" # Backup erstellen BACKUP="$SOURCE.backup" cp "$SOURCE" "$BACKUP" if [ $? -eq 0 ]; then     echo "Backup erstellt: $BACKUP" >> "$LOG" else     echo "Backup fehlgeschlagen. Abbruch." >> "$LOG"     exit 1 fi # Zurückkopieren cp "$NEWFILE" "$SOURCE" if [ $? -eq 0 ]; then     echo "Kopieren erfolgreich." >> "$LOG" else     echo "Kopieren fehlgeschlagen." >> "$LOG"     exit 1 fi # Größenvergleich echo "Neue Resolve Datei:" >> "$LOG" stat -c "%n %s Bytes" "$SOURCE" >> "$LOG" # Reaper Renderdatei löschen rm "$NEWFILE" if [ $? -eq 0 ]; then     echo "Reaper Renderdatei gelöscht." >> "$LOG" else     echo "Löschen der Reaper Datei fehlgeschlagen." >> "$LOG" fi echo "Fertig." >> "$LOG"


und nun viel Erfolg beim Testen.
Ich hoffe ich konnte euch mal wieder eine Anregung zu einer Lösung geben, dir mir geholfen hat etwas besser mit DR und den Linux Einschränkungen zu arbeiten.
Natürlich muss man sich Reaper ebenfalls besorgen und es ist zwar eine kommerzielle Lösung, aber nicht sehr teuer und super stabil.
Außerdem kann man sie erst mal 30 Tage frei nutzen.
Vielleicht klappt es auch mit Adour oder einer anderen DAW, wenn man das Script ein wenig anpasst.
Diese Lösung mit Reaper hat auf jeden Fall bei mir unter Mint gut funktioniert.

LG
Jörg
Mein Computer:AMD Ryzen 9 9900X Prozessor/MSI MAG B850 Tomahawk WiFi Mainboard/Inno3D GeForce RTX 5070 Ti X3
LG, 32 Zoll, Ultra HD 4K Ergo/Decklink Studio 4K Treiber 15.2/Media Express V.3.8.2/ADATA XPG LANCER Black Edition – 32 GB DDR5-6400
Samsung 990 Pro/4 TB, M.2 2280/PHANTEKS Enthoo Pro Midi-Tower / akt. OS Linux Mint 22.3 






[-] Folgende 1 Mitglied sagte danke Jörg_S für diesen Beitrag:
  • vodjara
Zitieren to topto top


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Linux Mint Extra Download Manager Fehler:Lösung Jörg_S 0 1.372 15-04-2026, 14:31 14
Letzter Beitrag: Jörg_S

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste