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Auflösung; Balken; und Peicherplatz
#1
Guten Morgen liebe Experten.
Wie schon früher geschrieben, komme ich von "virtualDub" und will eigentlich nur aufgenommene Filme anpassen, und Eigene Aufnahmen entshaken etc. Dafür hatte ich alle Tools der 14-er Version durchgeschaut und eigentlich auch verstanden, scheiterte dann aber an der englischen Sprache, den Zugelassenen Codex etc. um z.B. einfach ein überlagertes Logo zu entfernen.
Aber was ich auch immer machen möchte, es gibt eine grundsätzliche Fragen die ich mir schon immer nicht beantworten konnte und nun hier erneut stelle.
Was für eine Bildqualität hat ein Video, und wie speichere ich nach der Bearbeitung diese in möglichst kleiner Größe ab? Dazu habe ich mal wieder einige Version in Davinchi ausprobiert, und mußte feststellen, daß mir das Programm ersteinmal ohne Euch nicht hilft.
  • Zunächst, habe ich die Datei mit den von der Timeline übernommenen Daten gespeichert (1920*1080).
  • Dann - nachdem ich auch feststellt, daß er aus meinem AC3 ein Stereo gemacht hat, habe ich das Format auf die tatsächlichen Pixel (730* 310) korrigiert, und festgestellt, daß obwohl die Balken ja schwarz sind, die Videogröße viel kleiner war.
  • Dafür zeigt nun aber der VLC Player etc. rundherum Balken obwohl ich auf Bildgröße anpassen im VLC angeklickt habe. Siehe unten.

Bevor ich nun also solche Fehler finde, würde ich es doch lieber grundsätzlich klären. Also:
  • Ein Frame hat folgende physikalischen Eigenschaften:
  • => Länge Breite
  • => Farbtiefe für mich ist das die Anzahl der verwendeten Farben.
  • => Helligkeit
  • Und in der Videowelt wohl noch diese:
  • => Unterschiede zum Hauptframe
  • => Farbfelder (also das was die Koprimierung aus den Pixel macht)
  • => Framerate
  • Und für den abzuspielenden Rechner
  • => Dekodierungsaufwand
  • => Dateigröße

Also alles so komplex, das ich als Laie auf Eure Hilfe angewiesen bin. Mein Lösungsansatz wäre:
=> einige exemplarische Bilder in Jpg umwandeln, um die Bild informationsmenge zu bestimmen, und dann den entsprechenden Code aussuchen, und dessen Komprimierungsgrad einzustellen.
=> Und dann gibt es noch die Videos, die eigentlich gar nicht die Auflösung haben, in der sie gespeichert sind (z.B. TVserien aus den 70-ern). Hier hatte ich schon einmal Bilder analysiert und festgestellt, daß die die Interleaves einfach mit genommen habe, weshalb man durchaus das Video auf die hälfte eindampfen konnte.

So jetzt habe ich lange gepaudert, ohne eine Frage zu stellen, die einfach lauten: 
  1. Gibt es ein Addon etc., das ein Video analysiert und die optimale Auflösung und Komprimierung bestimmt?
  2. Wo habe ich im unteren Beispiel eingestellt, daß ein Rahmen darum angezeigt wird?
  3. Gibt es ein Tutoral, daß in der Light version Logos die über die Helligkeit arbeiten entfernen?
  4. Wie programmiert man denn Überdeckungen, do wie es mein so geliebte Delogo damals gemacht hatte?
  5. Wie bekommt man heraus, was an einem Codec das problem ist, wenn der Prozessor es nicht mehr packt? 
 
In der Hoffung das Ihr das hier noch lest - 
vielen Dank im Voraus 
Carsten



ID                                      : 1
Format                                  : AVC
Format/Info                              : Advanced Video Codec
Format-Profil                            : Main@L3
Format-Einstellungen                    : 2 Ref Frames
Format-Einstellungen für CABAC          : Nein
Format-Einstellungen für RefFrames      : 2 frames
Format settings, GOP                    : M=3, N=13
Codec-ID                                : V_MPEG4/ISO/AVC
Dauer                                    : 2 h 11 min
Breite                                  : 720 Pixel
Höhe                                    : 310 Pixel
Bildseitenverhältnis                    : 2,35:1
Modus der Bildwiederholungsrate          : konstant
Bildwiederholungsrate                    : 25,000 FPS
Color space                              : YUV
Chroma subsampling                      : 4:2:0
Bit depth                                : 8 bits
Scantyp                                  : progressiv
verwendete Encoder-Bibliothek            : H.264
Default                                  : Nein
Forced                                  : Nein
Color range                              : Limited
Color primaries                          : BT.709
Transfer characteristics                : BT.709
Matrix coefficients                      : BT.601
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#2
Das sind viele Fragen auf einmal...
Ich fange mal mit dem was mir zuerst aufgefallen ist an.

Zu AC3 und Stereo: der Clip wird wohl auch nur über Stereo verfügen (MediaInfo unter Audio)
Balken: über die Eigenschaften (Zahnrad rechts unten) kann man über "Image Scaling" die Skalierung für den Clip einstellen.
Gruß Harry

MSI x570 Gaming Plus, Ryzen7 5800x, RTX 3060 Ti  RAM 32GB 3200MHz, 1x M.2 500GB und 1TB, SSD 250GB und 1TB
MSI x570 Torpedo Max, Ryzen7 5800x, RTX 5070 Ti (591.74), RAM 64GB 3200MHz, 3x M.2 (500 GB und 2TB, 1x per PCIe x1),  
Win11 Pro (25H2) Resolve Studio 20.3.1 - Vegas Pro 22 - Affinity Suite 2.6.5
S23, S25, Hohem iSteady M6
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#3
Moin, ich bin kein Experte, aber vielleicht kann ich dir ein paar Sachen (hoffentlich richtig) erklären.
Ein Frame hat folgende physikalischen Eigenschaften:
=> Länge Breite
richtig jeweils in Punkten (pixel)
=> Farbtiefe für mich ist das die Anzahl der verwendeten Farben.
nein, Farbtiefe gibt die Anzahl der Bits, die pro Bildpunkt zur Verfügung stehen um Farbinformation zu kodieren.
bei 8 Bit sind dies 3 Bytes/Pixel. Die Maximalwerte sind dann 256rot, 256, grün und 256 blau Nuancen (0 ist ganz dunkel(schwarz) - 256 ist ganz hell) Alle drei auf Null ergeben Schwarz alle auf 256 ergibt Weiss.
das ergibt mehr als 16 Mio. mögliche Farben.
=> Helligkeit
diese ergibt sich aus den Bitwerten der einzelnen Farbwerten
Und in der Videowelt wohl noch diese:
=> Unterschiede zum Hauptframe
Ja, wenn NICHT progressiv als Kodierung genommen wird progressiv kodieren heißt: Jedes Frame wird VOLLSTÄNDIG gespeichert, ist damit verlustfrei, aber saumäßig groß.
Was Du meinst ist Kodierung in GOPs (Group Of Pictures) Da gibt es dann Vollbilder (I-Frames) und dann eine Sequenz von Frames in denen nur die Änderungen zu dem vorherigen Bild kodiert wird, gefolgt von einem Vollbild. Diese Sequenz kann variieren (Long GOP sind glaube ich 16 Zwischenbilder) Das kann zu Artefakten führen und falls der Datenstrom gestört wird kann sich der Player erst wieder beim nächten I-Frame fangen.
=> Farbfelder (also das was die Komprimierung aus den Pixel macht)
Ja, je nach encoder geschieht dies gut oder weniger gut. Das hängt wiederum vom Bildinhalt ab. Ein Ameisenhaufen erfordert kleine Blöcke eine Superhelle/Tiefschwarze Wand günstigstenfalls nur einen. Nun hängt es vom Encoder ab bis wohin ein Unterschiede in den Farbwerten macht und ab wann er diese zusammenfasst.
=> Framerate
Die Framerate ist/war entscheidend ob man viel Bewegung auflösen muss und auf welchem Medium man es Abspielen will (Handy, Fernseher, Monitor, KINO) je nachdem welche Framerate unterstützt wird.
Da ist in der Regel höher = besser.
Und für den abzuspielenden Rechner
=> Dekodierungsaufwand
Je höher/besser die Komprimierung sein soll - desto potenter sollte auch die Grafik in dem Rechner sein.
Übrigens auch beim Enkodieren! Macht man sich die Mühe einer 2-Pass Kodierung kann das noch etwas an Speicherplatz sparen. Aber die Wartezeit um Längen ausdehnen.
=> Dateigröße
Dateigröße und damit Speicherplatz haben immer weniger Problempotential.
Es sei denn man will streamen. Da kommt es dann auf die Bitrate an. Hoch ist Qualität gut, niedriger ist der Encoder schnell am Ende. Die Blöckchen/Artefakte treten vermehrt auf was dann sofort stört. Konstant ist gut aber variabel ist besser. Der Empfänger hat ja einen Empfangspuffer aus dem die Abspielinformation geholt wird. Meist für 6 sek Video. Ist die Bitrate kleiner bleibt der Puffer gefüllt, ist sie ZU hoch läuft er leer. Die Folge ist Ruckeln meist 'Stirbt' vorher der TON.

Manchmal ist es wie mit PEST und CHOLERA. Will man das eine muss man das andere haben. Oder man muss sehen was weniger schlecht ist.
Bei Videos für Handys nutze ich 'HandBrake' ein Tool, das Mediendateien neu kodiert. Durch Vorlagen, die du dir selbst erstellen kannst, kann die Dateigröße reichlich schrumpfen.
LG aus Berlin
Uwe
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#4
(21-08-2025, 14:17 14)YUBIBAER schrieb: Die Maximalwerte sind  dann 256rot, 256, grün und 256 blau Nuancen (0 ist ganz dunkel(schwarz) - 256 ist ganz hell) Alle drei auf Null ergeben Schwarz alle auf 256 ergibt Weiss. 

256 Zustände ja (2 hoch 8, 8bit), aber natürlich nur von 0-255. 


(21-08-2025, 14:17 14)YUBIBAER schrieb: progressiv kodieren heißt: Jedes Frame wird VOLLSTÄNDIG gespeichert, ist damit verlustfrei, aber saumäßig groß.
Was Du meinst ist Kodierung in GOP

Progressiv ist das Gegenteil von Interlace. Also Vollbildaufzeichnung gegenüber Zeilensprungverfahren. Zum Beispiel 1080/25p vs. 1080/25i. Als Sonderweg gibt es noch "Progressive Segmented Frame" – 1080/25PsF – hier wird progressiver Bildinhalt in einer Interlaced-Verabeitungskette kompatibel eingebunden. 
Was du meintest, ist "Inter Frame" vs. "Intra Frame" Codierung. Und auch wenn JEDES Bild komplett gespeichert wird, muss es noch lange nicht verlustfrei sein (JPEG-Kompression).
Long GOP ist einfach ne lange GOP. Kann 12, 15 whatever sein.


(21-08-2025, 14:17 14)YUBIBAER schrieb: Je höher/besser die Komprimierung sein soll - desto potenter sollte auch die Grafik in dem Rechner sein.

Wenn der Decoder in Hardware ausgeführt ist (bei modernen Grafikkarten und auch CPU üblich) und innerhalb der Parameter gearbeitet wird, ist es völlig unerheblich, wie stark die Kompression eingestellt ist. Das geht in Echtzeit, fertig. Und da es dedizierte Hardwarebereiche sind, spielt die Leistung des Restes keine Rolle. Lediglich beim Encoden kann zugefügtes Material deutlich mehr als in Echtzeit ausgegeben werden, hier spielt das Gesamtsetup ne Rolle.
Klar sollte natürlich sein, wenn man ältere Hardware nutzt und beispielsweise H.264 supi verarbeitet wird, aber für H.265 keine Hardware vorhanden ist, dass dann die einspringende Software auf der CPU schnell ans Limit kommt. Auch können manche günstige Hardware-Codecs nur minimale Anforderungen leisten, nur einfache Profile bewältigen. Geht ab wie Schmidts Katze bei 8bit, versagt auf ganzer Linie bei 10bit zum Beispiel.


(21-08-2025, 14:17 14)HarryH schrieb: Zu AC3 und Stereo: der Clip wird wohl auch nur über Stereo verfügen

Da kann auch durchaus 5.1 drin sein. Die Frage ist, wie wird in Resolve damit umgegangen? Ein 5.1 Clip in eine 2.0 Spur gelegt wird eine Stereo-Ausgabe zur Folge haben. Auch wenn eine 5.1 Spur in eine solche gelegt wird, kann die Ausgabe Stereo sein. Wird direkt die Spur ausgegeben, sind's 5.1.
Ist, wie üblich, ein BUS (mit Stereo voreingestellt, Standard) dazwischen, dann bleibt's bei Stereo. BUSSE können konfiguriert, umgestellt werden.
Edit1: Mac Studio M3 Ultra, UltraStudio 4K Extreme 3, Promise Pegasus32 R8
Edit2: MacPro 7.1 (Intel), 2x Radeon VII, DeckLink 4K Extreme 12G, Promise Pegasus32 R8
jeweils macOS Sequoia, DaVinci Resolve Studio 20, professionelle Abhöre, Sprecherkabine mit Talkback und vieles mehr …
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