Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Einstellungen für Musikvideo
#1
Hi

wir möchten innerhalb eines Teams verschiedene Musikvideos für den Export nach Youtube erstellen.
Problem: Die verschiedenen beteiligten Musiker sitzen geografisch weit entfernt voneinander
und benutzen unterschiedlichstes Eqipment, vom Top Handy über 4 k Gopro, 4k Drohne bis hin zu
FHD Spiegelreflex.
Geschnitten und gemastert wird das Ergebnis auf meinem Rechner mit Studio One (Audio)
und Davinci Resolve 17 pro.
Welche Vorgaben sollten an die einzelnen Teilnehmer ergehen bezüglich Auflösung und Bildrate,
wenn der Hautanteil der Videos in 4 k gedreht wird?

Bin für jeden Tipp dankbar.

LG Mischa 2000
Zitieren to top
#2
Hi Mischa,

soll es ein gemeinsames Stück werden (Drums in Haiti, Gitarre in Italien, Vocals England...) oder ein gemeinsames Video (Musiker 1, Musiker 2, Musiker 3 nacheinander)?

Wenn ersteres: unbedingt einen Klicktrack/Guidetrack für alle einheitlich erstellen. Es ist schlecht, das ganze nicht wirklich Zeitsynchronisiert (Clock) aufzunehmen, Du musst leider davon ausgehen, dass unabhängig von selben Einstellungen die Sachen "auseinanderlaufen": je länger das Musikstück, umso schlimmer.
Das Ganze Problem verstärkt sich noch, wenn jeder mit eigener Technik arbeitet.

Vorgabe daher sollte sein, dass der Guidetrack ein "Intro" und ein "Outro" haben sollte, was im ON zu hören sein soll, dazwischen kommt die Aufnahme.
Also 2 Takte Einzählen, 2 Takte Stille, 1 Takt einzählen, Start Klimperklimper Ende, 2 Takte Stille (z. B. für Instrumentenausklang!), 2 Takte Klick.

Warum? So kannst Du in der DAW zumindest Referenz-In und -outs wieder glattziehen.

So disziplinierst Du zudem die Musiker, nicht sofort nach ihrem Part die Aufnahme zu stoppen, bevor der Ausklang geendet hat. Das ist nämlich irreparabel.

So oder so wird Melodyne oder Vocalign Dein bester Freund werden.

Alternative Idee: Multitrack-Recording per Stream? Das ist wegen der LAtenz nicht geil für die Musiker, aber die Lösungen werden besser diesbezüglich. Und Du hast es in der Hand und kannst live neu ansetzen etc..




In letzterem Fall hast Du all die Probleme nicht. Lass Dir ein Format exportieren, dass DaVinci frisst, und alles ist gut ;-)

Meine Empfehlung, wenn einstellbar:
Audio: 48 kHz, 24 bit wenn Monoquelle: links Musiker, rechts Referenztrack, wenn Stereoquelle: Multitrack möglich?
Windows 10 Pro 64 bit
32 GB Ram
8 Kern AMD Ryzen (16 Threads)
Unzählige Festplatten, Windows und Apps auf M2 SSD
Nvidia GTX1070
Video: DaVinci Resolve 17 Studio, Sony Vegas Pro, Magix Video Pro X, Hitfilm, Adobe Premiere, Avid,FinalCut Blender

Audio: Samplitude Pro X5, Reaper, Fairlight, ProTools
Bild: Affinity Suite (Designer, Foto, Publisher)
Soundkarte: RME UFXII, Zoom H6
Kamera: Panasonic Lumix FZ2500, GoPro, Zoom Q8,
unzählige Mikrofone (von Richtrohr bis Kugel)
Zitieren to top
#3
Hi Oboe

herzlichen Dank für Deine substantiierte Antwort. Eine wichtige Angabe hatte ich Schussel vergessen: Der Ton der Clips wird in Studio One vorproduziert.
Es handelt sich also Videoaufnahmen ohne Ton.
Beispiel: Die Hälfte des Videos wird hier auf einer fiktiven Bühne vorgenommen, auf der die Hauptprotagonsten (z.B. 1 oder 2 Sänger) agieren.
Eingeschnitten werden sollen Videosequenzen der anderen Musiker, die sie z.B. beim Ausüben ihres Instrumentes oder beim Spazieren durch die
Natur zeigen. Diese Musiker liefern Sequenzen an, die sie mit ihrem eigenen Equipment erstellt haben. Das kann ein Handy sein, oder auch eine Gopro.
im Prinzip erhalte ich also Material in 4K und FHD.
Das endgültige Video soll in 4 k gerendert werden.
Welche Vorgaben sollte ich den Musikern geben im Hinblick auf Auflösung und Bildrate, und mit welcher Einstellung sollte das Endprodukt für YT gerendert werden?

PS: Vocalign und Melodyne sind bei meiner täglichen Arbeit nicht wegzudenken. .-)
Zitieren to top
#4
oh, das ist dann natürlich deutlich einfacher ;-)

Folgende Vorgabe würde ich machen:
- mit Rohton aufnehmen (nur zur Orientierung)
- Maximale Einstellung an Auflösung und FPS, den Codec, der am meisten Speicher frisst (bevor man erklärt, dass es am liebsten 4:4:4, AVCH oder H.2xx sein sollte, usw....) wählen
- wenn es heißt 30 FPS in 4K oder 60 FPS in FHD: dann 4K wählen. Geringere Zeitauflösung ist ggf. weniger sichtbar, als ein "unscharfes" Bild zwischendrin (anders wäre es, wenn das Endprodukt FHD wäre)

Tatsächlich fände ich es sinnvoller, ein FHD-Video zu machen, dann kann man "verlustfrei" in den 4k-Videos noch etwas den Ausschnitt anpassen und es sieht etwas konsistenter aus.
Windows 10 Pro 64 bit
32 GB Ram
8 Kern AMD Ryzen (16 Threads)
Unzählige Festplatten, Windows und Apps auf M2 SSD
Nvidia GTX1070
Video: DaVinci Resolve 17 Studio, Sony Vegas Pro, Magix Video Pro X, Hitfilm, Adobe Premiere, Avid,FinalCut Blender

Audio: Samplitude Pro X5, Reaper, Fairlight, ProTools
Bild: Affinity Suite (Designer, Foto, Publisher)
Soundkarte: RME UFXII, Zoom H6
Kamera: Panasonic Lumix FZ2500, GoPro, Zoom Q8,
unzählige Mikrofone (von Richtrohr bis Kugel)
Zitieren to top
#5
Ja, lieben Dank. Ich glaube, FHD ist ein Guter Tipp. Und alles andere natürlich auch. Hauptproblem wird sein, die eingefügten Sequnzen mit dem Ton synchron zu kriegen, was beim Spaziergang nicht wichtig ist, aber beim Spielen einer Schlagzeugsequenz natürlich schon. Da muss ich noch ein bisschen rumtricksen und meine Erfahrung machen, ich bin Musiker und komme "vom Ton".
Zitieren to top


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste