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Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - Druckversion +- DaVinci Resolve Forum (https://www.davinci-resolve-forum.de) +-- Forum: Allgemeine Themen (https://www.davinci-resolve-forum.de/forum-76.html) +--- Forum: Plauderecke (https://www.davinci-resolve-forum.de/forum-90.html) +--- Thema: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) (/thread-5137.html) |
Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - Holger_N - 18-04-2026 Mal angenommen ich filme mit 50 fps, um mir da Möglichkeiten für was auch immer offen zu lassen. Nun habe ich ja bei 50 fps und 180° Belichtung eine Belichtungszeit von 1/100 s. Mein fertiges Produkt rendere ich aber mit 25 fps. Was macht dann Davinci genau? Ich denke es wird einfach nur jeder 2. Frame ausgelassen aber die Frames an sich werden nicht verändert. Habe ich dann nicht 25 fps Material mit 1/100 s belichteten Bildern? Wäre es nicht sinnvoll, bei der Aufnahme mit 50 fps 360° einzustellen, um beim Export 25 fps mit 1/50 s Bildern zu erhalten? Also Voraussetzung wäre natürlich, dass diese bei 25 fps und 180° übliche Bewegungsunschärfe das primäre Ziel ist. RE: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - Apfelnico - 18-04-2026 Wenn du die Bewegungsunschärfe exakt so haben möchtest, dann bleibts eben bei 1/50. Und ja, bei 50fps würde das einer Umlaufblende von 360 Grad entsprechen, weil über die gesamte Aufzeichnungsdauer eben offen. Um aber für „was auch immer“ dieses Material in 25p nutzen zu wollen - da fällt mir halt ne Slomo ein, möchte man aber nicht unbedingt eine solche Bewegungsunschärfe, schon gar nicht, wenn man diese auch noch digital weiter strecken möchte. Das ist eben ein Dilemma - es ist eben nicht besonders schlau, alles in 50p drehen zu wollen, wenn das Resultat mehrheitlich 25p sein soll. Nur auf den Verdacht hin, das man es an beliebiger Stelle langsamer laufen lassen könnte. Ist ja oft ne gestalterische Entscheidung. Es kann aber auch ebenso bewusst eine technische Entscheidung sein. Zum Beispiel BMDs neueste Kameras mit 100G Anschluss. Die liefern beispielsweise für ein Fußballspiel live permanent über 400fps in extremen Auflösungen. Das geht per Glasfaser direkt in einen Zwischenspeicher und Frameratekonverter, und von dort aus in genormten Signalen auf den Bildmischer und so weiter. Zu jeder Zeit kann jetzt live auch ne Slomo abgefahren werden, und auch für eine gewisse Zeit zurück - Kapazität des Framestore. Um den Kreis zu schließen - da die Kamera permanent 440 fps liefert, ist der Shutterspeed entsprechend auch deutlich höher als normal. Aber im Sport möchte man eh eher knackig scharfe Abbildungen. Zumal eine leichte, künstliche Bewegungsunschärfe ebenfalls in Echtzeit einzurechnen geht, bei dieser hochwertigen Vorlage. RE: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - Holger_N - 18-04-2026 Ah Danke, ja gut wie man dann was genau macht, entscheidet ja am Ende doch die Situation. Ich will nur, wenn ich dann irgendwas mache oder ändere, die technischen Zusammenhänge verstehen. Ich neige dazu, mir Zusammenhänge logisch zu erschließen und dabei irgendwas zu übersehen. So allgemein gesagt. RE: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - nomade - 19-04-2026 Falls Du überwiegend für's Internet arbeitest, wären 30 fps noch eine Alternative, mit 180 Grad Shutter. Das ist von vornherein etwas flüssiger und läuft auf praktisch allen Computermonitoren und Smartphones ruckelfrei. RE: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - Holger_N - 19-04-2026 (19-04-2026, 03:27 3)nomade schrieb: Falls Du überwiegend für's Internet arbeitest, wären 30 fps noch eine Alternative, mit 180 Grad Shutter. Jo, aber der technische Zusammengang der Fragestellung wäre ja dann derselbe, nur eben mit 30/60 statt 25/50. Aber grundsätzlich klar, ich hänge da insgesamt noch zu stur auf meinen 25. RE: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - nomade - 20-04-2026 Klar, an 25 fps sind wir Europäer (und ein großer Teil der übrigen Welt) ja auch vom TV gewöhnt. Aber wenn man gar nicht für's TV arbeitet, ist es an sich Wurscht. Da man in den 'sozialen' Medien ja auf der ganzen Welt gesehen werden kann, sind halt die 30 universeller. Bei der Bewegungsunschärfe hast Du Recht, das hat ja Apfelnico schon umfassend kommentiert. Diese Entscheidung hängt halt von der Bewegung im Bild und der späteren Verwendung ab. Bei linearen Bewegungen (Schwenk, Fahrzeug etc.) lässt sich Motion Blur recht gut auch nachträglich drauf rechnen. Bei komplexeren Bewegungen wie im Sport oder Tanz eher nicht. RE: Thema Belichtungszeit (nur Verständnisfrage, kein zu lösendes Problem) - Holger_N - 20-04-2026 Ich bin da auch ein bisschen festgefahren, weil ich 25/50 fps mal gelernt hab. Da waren auch noch Röhrenmonitore üblich bzw. flache wurden gerade erst bezahlbar. Youtube gab es auch noch nicht. Auf der anderen Seite hat man ja, wenn man wirklich mal was Offizielles machen sollte, recht enge technische Vorgaben. |