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Änderung bei abgeschlossenem Video (fertig gerendert) - Druckversion

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Änderung bei abgeschlossenem Video (fertig gerendert) - nitrgs - 11-03-2021

Frage an die Profis:
ich hab ein Video abschließend gerendert und stelle fest: oops, da ist noch was zu korrigieren oder einzufügen.
Imho gibt es hier zwei Optionen:
1 -ich rufe das Projekt auf und mache die Änderungen
2 -ich lade das neue Projekt (gerendert) auf und mache ein neues Projekt mit den entsprechenden Änderungen.

Wie verhält sich dabei die Renderzeit bei den Varianten 1) oder 2) bzw. was ist bei den Wiedergabequalitäten zu beachten?
Tendentiell würd ich mal bei Variante 1) dazu tendieren, dass die Renderzeiten sich nicht wesentlich von der Originalzeit unterscheiden. D.h meine Annahme ist: der gesamte Renderprozess wird neu gestartet.
Bei der Variante 2): Qualitätseinbußen möglich?

Danke
Martin


- Der Hans - 11-03-2021

und, was ist deine Frage ??
Renderjob und Bearbeitung ist ja unabhänig

zu 1. verlängert sich um jeweils die Dauer was die Bearbeitung benötigt
zu 2. jedes Rendern ist mit Qualitätsverlust behaftet, wenn man ein Komprimierte Codex benutzt. Rendert man Verlustfrei zb. DnxHQ ist mit weniger bis garkeine verschlechterung zu rechnen.


- nomade - 11-03-2021

Rendern (hat übrigens nichts mit den Konturen zu tun) zu einem GOP-Format wie H.264/265 ist langsam, wenn es nicht von Deiner Hardware unterstützt wird. Auf dem Mac geschieht das auch in der freien Version, bei Windows nur mit Studio.

Wir haben mal einen Test mit zehn (!) Generationen H.264 gemacht, das sah aus wie eine schlecht kopierte 2D-Animation.
10 Generationen ProRes HQ (vergleichbar mit DNxHR oder Cineform bei gleicher Dateigröße) dagegen waren visuell kaum unterscheidbar.


- OliverZ - 11-03-2021

Darf ich mich an die Frage anschließen?
Unter DELIVER wäre welches Format am verlustfreiesten wenn man damit produzierte Clips (wie oben bei Punkt 2 angesprochen) weiter nutzen möchte?
AVI, CINEON, DCP, DPX, EXR, IMF, MFX, TIFF
JPEG2000, MP4 und QuickTime schließe ich einmal aus.


- nomade - 11-03-2021

Avi ist auch nur ein Container, für den es aber verlustfreie Formate gibt, wie HuffYUV. Cineon, DCP und Konsorten sind alle verlustfrei und stammen überwiegend aus der Filmbranche. Damit bekommst Du aber riesige Dateien, die nur flüssig abgespielt werden können, wenn Du auch einen sehr hohen Datendurchsatz hast.
Warum willst Du das unbedingt? Archivierung? Dann nimm leicht komprimiertes EXR in 16 Bit, das etabliert sich in der Filmbranche zunehmend und ist einigermaßen zukunftssicher.
Wenn Du nur eine gute Masterdatei brauchst, sind die höherwertigen Varianten von Cineform, DNxHR und ProRes am sinnvollsten - der beste Kompromiss zwischen Platzbedarf, Rechenaufwand und Bildqualität.


- OliverZ - 11-03-2021

Danke für die Erklärung Smile
DNxHR und ProRes werden mir nicht angeboten - sind das extra zu kaufende Plugins?


- nomade - 11-03-2021

Cineform gibt's nur im QuickTime, finde ich aber für den PC sehr gut. DNxHR solltest Du auch haben, sowohl im QuickTime Container als auch in MXF, Du hast doch Studio. ProRes gibt's nur auf'm Mac.


- uwe#1963 - 11-03-2021

Richtig AVI ist nur ein Container. DVR ermöglicht nur eingeschränkte Codecs unter AVI. Sieht man in Deliver wenn man AVI auswählt. HuffYUV ist meines Wissens nicht darunter. Es sind aber die Canopus Codecs vorhanden z.B. CanopusHQ (für FHD). Die sind ein guter Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität (nahezu Verlustfrei). Übrigens verlustfreie (-arme) Codecs erzeugen immer eine wesentlicher größere Datei. Nur die verlustbehafteten Codecs wie MPEG2, H264, H265 usw. ermöglichen die geringeren Datenraten. Deshalb wurden sie ja auch entwickelt - eben auch mit den Nachteilen (Verlust).


- nomade - 11-03-2021

Stimmt, CanopusHQ ist auch gut. Aber ich würde in der Regel auf AVI verzichten, wenn der Abnehmer es nicht ausdrücklich wünscht.
Ist schon ein bisschen historisch …


- uwe#1963 - 11-03-2021

Ja AVI ist schon etwas abgestaubt. Ich benutze den Codec aus der Historie heraus. Hat den Vorteil, dass viele Freewareprogramme damit arbeiten können wie z.B. VirtualDub oder AVISynth.